Jan 9 / Anna und Josephine

Das 3 Säulen System der Schweiz einfach erklärt

Das Wichtigste in Kürze

Wir erklären dir das 3 Säulen System der Schweiz
Beide Staaten (die Schweiz und Deutschland) haben mit der Ermittlung und der Auszahlung unserer Rente zu tun.
Die 1. Säule dient nur der existenziellen Grundabsicherung.
Die 2. Säule umfasst deine betriebliche Rente. Dein Arbeitgeber zahlt mindestens die Hälfte der Beiträge für dich ein.
Bei der 3. Säule handelt es sich um die private Vorsorge. Sie ist freiwillig und aufgeteilt in den Baustein 3a und 3b.

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Warum ist es wichtig das Schweizer 3 Säulen Modell zu kennen?

Beide Staaten (die Schweiz und Deutschland) haben mit der Ermittlung und der Auszahlung unserer Rente zu tun.
Da wir in Deutschland wohnen, aber in der Schweiz arbeiten, hat sowohl der deutsche als auch der Schweizer Staat mit der Ermittlung und Auszahlung unserer Rente zu tun. Wir zahlen in die Schweizer Sozialversicherungen ein und bekommen damit am Ende unsere Rente aus der Schweiz. Haben wir zusätzlich auch zu einem Zeitpunkt in das Deutsche Sozialversicherungssystem oder sogar noch in einem weiteren Land einbezahlt, dann haben wir in unterschiedlichen Ländern einen Rentenanspruch. Daher ist es wichtig zu wissen, wie das Schweizer System funktioniert. Das wollen wir dir im Folgenden kurz erläutern.
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1. Säule (Gesetzliche Rente / AHV)

Die 1. Säule dient nur der gesetzlichen Grundabsicherung.

Ganz generell kann man sagen, dass die 1. Säule deinen Grundbedarf, also deine Existenz sichern soll, sobald du in Rente gehst oder arbeitsunfähig werden solltest. Als Grenzgänger:in bist du automatisch AHV/IV versichert.


Voraussetzung zur Beitragszahlung

AHV-versichert und damit beitragspflichtig sind alle in der Schweiz
erwerbstätigen Personen ab dem 1. Januar nach ihrem 17. Geburtstag. Da gehörst
du also sicherlich dazu.

Beitragshöhe

Insgesamt belaufen sich die Beiträge zur 1. Säule auf 10,6% (Stand Januar 2023) deines Bruttolohns, von dem dir nur die Hälfte abgezogen wird. Die andere Hälfte muss dein Arbeitgeber bezahlen.
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2.Säule (Betriebliche Rente)

Die 2. Säule umfasst deine betriebliche Rente. Dein Arbeitgeber zahlt mindestens die Hälfte der Beiträge für dich ein.

Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei der 2. Säule um eine Betriebsrente. Im Grunde sparst du gemeinsam mit deinem Arbeitgeber Geld an, welches dir beim Renteneintritt dann monatlich ausgezahlt werden soll. Dein Arbeitgeber zahlt hierbei mindestens die Hälfte der Beiträge.


Voraussetzungen zur Beitragszahlung

Es müssen alle versichert werden, die in der AHV pflichtversichert sind und die gleichzeitig mindestens 21.510 Chf pro Jahr verdienen. Es gibt ein paar Ausnahmen, in denen man nicht über die 2. Säule versichert sein muss, z. B. wenn die Anstellung auf 3 Monate begrenzt ist, oder im Falle einer Selbstständigkeit.
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3. Säule (Private Vorsorge)

Bei der 3. Säule handelt es sich um die private Vorsorge. Sie ist freiwillig und aufgeteilt in den Baustein 3a und 3b.

Um das 3-Säulen-Modell der Schweiz abzurunden, wird die gesetzliche und betriebliche Altersvorsorge noch um die private Vorsorge ergänzt.

Dabei gliedert sich die 3. Säule in die Bereiche 3a und 3b.


3a

Die Säule 3a soll primär für die Altersvorsorge genutzt werden und wird daher vom Schweizer Staat steuerlich gefördert. Bis zu einem festgelegten Maximalbetrag kann jährlich in die Säule 3a Geld einbezahlt werden und vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden. Bei Rentenbeginn wird der Sparbetrag dann ausbezahlt, getrennt vom restlichen Einkommen betrachtet und mit einem niedrigeren Steuersatz besteuert.

3b

Bei der Säule 3b handelt es sich um eine Vorsorge, mit der andere Sparziele erreicht werden sollen. Hier gibt es zwar keinen Höchstbetrag der eingezahlt werden kann, dafür kann man die gesparten Beträge auch nicht vom steuerbaren Einkommen abziehen. Auf das Gesparte zahlt man außerdem Vermögenssteuer. Aber einen Vorteil hat das Ganze: die Auszahlung der Säule 3b ist dafür steuerfrei.

Achtung!

Sei dir bewusst, dass die 3. Säule (im Sinne der Schweiz) für dich als Grenzgänger:in absolut irrelevant ist.

Denn: Die Einzahlungen auf eine Schweizer Säule-3a-Lösung (z.B. auf ein Säule-3a-Konto) kannst du als Grenzgänger:in nicht nutzen, da sie vom deutschen Staat nicht als private Altersvorsorge anerkannt wird.

Die in Deutschland für Grenzgänger:innen angebotenen 3a Direktversicherungen haben mit dem ursprünglichen Modell der Schweiz nichts zu tun und lohnen sich für dich nicht.
Daher gilt: Finger weg!

Du willst es noch genauer wissen. Mehr darüber erfährst du in unserem Artikel: Die Direktversicherung für Grenzgänger und warum sie kein gelungener Säule 3a Ersatz für dich ist

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